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Sonntag, 22.05.2022, 10:00 Uhr
Vernissage zur Kunst der Fuge: Zeit – Fluss – Bach
Gottesdienst und Vernissage zu Bachs Kunst der Fuge

Ausstellung im Foyer der Kirche Karlshorst: Zitate zum Werk und Fotokunst mit Wasser und Wasserlandschaften

Pfr. Edgar Dusdal, Liturgie und Predigt; Beate Kruppke, Orgel mit Auszügen aus der Kunst der Fuge; Constanze Fiebig, Fotos

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Die bedeutendste Barock-Orgel in Berlin

 

  Kirche Karlshorst: Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach 2022

Ausstellung Zeit – Fluss – Bach

FOTOKUNST MIT WASSER UND WASSERLANDSCHAFTEN
Constanze Fiebig, Fotos
Gottesdienst und Vernissage am 22. Mai 2022
Pfr. Edgar Dusdal, Liturgie und Predigt; Beate Kruppke, Orgel mit Auszügen aus der Kunst der Fuge

Am 26. Juni wird es das Konzert mit dem Titel "Bachs Vollendung – Die Kunst der Fuge in Karlshorst" an der Amalien-Orgel geben. Wie kann es möglich gemacht werden, dieses geniale, kluge und tiefgehende Bachsche Werk dem Hörer nahezubringen, zu erläutern? Analysen und Abhandlungen über Aufbau, Kompositionstechniken und Besonderheiten können dies natürlich leisten. Je länger ich jedoch in der Erarbeitung der Kunst der Fuge stehe, kommt mir dies unsinnig vor. Wer an analytischen Erläuterungen interessiert ist, kann über Suchmaschinen ins Detail gehen. Die eigentlichen Fragen und beglückenden Antworten für alle, die mit diesem Werk in echten Kontakt treten wollen, sehen für mich anders aus. Ein möglicher Zugangsweg ist die Ausstellung "Zeit – Fluss – Bach" ab 22. Mai im Foyer der Karlshorster Kirche: Fotos mit Wasserlandschaften. Der Gottesdienst mit Predigt zum Thema und mit Ausschnitten aus der Kunst der Fuge kann vielleicht dem Thema Schönheit nachgehen. Schönheit, die aus sich selber heraus spricht und im Spiegel des stillen, sich Zeit nehmenden Betrachtens schöner und schöner wird. Zeit, die die Basis für alles Fließende und Wirkende ist. Und vor allem: Stille, die – wenn sie in weicher, fließender Zeit wirken darf – tragfähig wird für Geheimnisse, die mich unerwartet anschauen. "Stille ist die Grundlage der Musik", sagt Alfred Brendel.

Wir wünschen uns, dass Ausstellung und Gottesdienst (22. Mai) sowie Konzert (26. Juni) dichte Stimmungen mittels Bild, Text und Musik weitergeben, die unser menschliches Leben in wichtigem Maße ausmachen und zu seinen wundervollen Quellen führen.

 

  ORGELKONZERT
Sonntag, 26. Juni 2022, 17.00 Uhr
Bachs Vollendung – Die Kunst der Fuge in Karlshorst
Beate Kruppke, Orgel

Bachs Vollendung – Die Kunst der Fuge am 26. Juni in Karlshorst
Alban Berg: "Gestern Kunst der Fuge gehört. Herrlich! Ein Werk, das bisher für Mathematik gehalten wurde – tiefste Musik."

Johann Sebastian Bachs Zyklus von vierzehn Fugen und vier Kanons  (BWV 1080) gilt als sein letztes Werk. Es wurde posthum veröffentlicht, und bis heute beschäftigen Musikwissenschaftler und ausführende Musiker sich mit den vielfältigen Fragen um Reihenfolge der Stücke, Besetzung und vieles andere mehr. Auch die unvollendete Fuge Nummer 14 verlangt nach einer Entscheidung: Soll sie sie so stehen bleiben, wie Bach sie hinterlassen hat, oder sollte man sie in einer der Fassungen aufführen, bei denen fremde Hand sie vervollständigt hat?

Bach zeigt in der Kunst der Fuge verschiedenste Fugenarten wie die Gegenfuge, Doppelfuge, Tripelfuge, Spiegelfuge und den Kanon. Zusätzlich kann das Fugenthema seine Gestalt verändern durch Umkehrung (Tonschritte nach oben gehen nun nach unten und andersherum), Vergrößerung (halbes Tempo) und Verkleinerung (doppeltes Tempo). Die Fuge Nr. 7 ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie Bach verschiedene der oben beschriebenen Veränderungen miteinander verwoben auftreten lässt.

Das dem Werk zugrundeliegende Fugenthema ist ein im stile antico gehaltenes, recht einfaches Thema in d-Moll. Albert Schweizer, der neben seiner herausragenden Tätigkeit als Arzt auch Bachforscher und Organist war, sagte dazu: "Interessant kann man das Thema eigentlich nicht nennen. Es ist nicht einer genialen Intuition entsprungen, sondern mehr in Hinsicht auf seine allseitige Verwendbarkeit und in Absicht auf die Umkehrbarkeit so geformt worden. Und dennoch fesselt es denjenigen, der es immer wieder hört. Es ist eine stille, ernste Welt, die es erschließt; sie erfreut und sie zerstreut nicht, und dennoch kommt man von ihr nicht los."

Zusätzlich zum Grundthema entwirft Bach weitere Fugenthemen: In der unvollendeten Fuge verwendet Bach zum Beispiel drei neue miteinander kombinierbare Themen, und es entsteht die sogenannte Quadrupelfuge. Das dritte Thema besteht aus den Tönen B – A – C – H und tritt kurz vor Abbruch der Fuge auf. 46 Takte nach der Einführung dieses dritten Themas und kurz nach Verknüpfung der drei Fugenthemen bricht die Fuge in Takt 239 ab. Spätere Vollendungsversionen, die zur Quadripelversion zusätzlich auch das Grundthema der Kunst der Fuge erfolgreich hinzufügen, lassen vermuten, dass Bach diese besondere Fuge zur Quadrupelfuge entwickeln wollte.

Obwohl eigentlich für Cembalo gedacht, kann dieses Werk durch die reizvolle Klangvielfältigkeit der Amalien-Orgel sehr gewinnen, wenn es auf dieser Orgel gespielt wird, die drei Jahre nach der posthumen Erstveröffentlichung erbaut worden und somit "ganz nah dran" ist.

Bitte beachten Sie die besondere Länge von ca. 1 ¾ Stunden und, dass es keine Pause geben wird.

 

  FÜHRUNGEN (Neues Zusatzangebot)
27. Juni bis 3. September 2022
Sonderführungen zwischen Foyer und Amalien-Orgel

Zwischen 26. Juni und 4. September 2022 bieten wir besondere Führungen an. Zu Beginn werden wir die Ausstellung im Foyer mit Fotokunst von Wasserlandschaften und Zitaten zu Bach und seinem Werk durchwandern. Anschließend gehen wir hoch zur Amalien-Orgel und hören in einzelne Teile der Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach hinein. Während unseres Beisammenseins wird es auch die Möglichkeit des Austauschs geben.

Gruppen von 5 bis 20 Personen sind herzlich willkommen und können ganz unkompliziert individuelle Termin vereinbaren. Wir bieten Führungen für Erwachsene an sowie Führungen für Kinder ab 9 Jahren, jüngere Jugendliche ab 12 Jahren und ältere Jugendliche ab 16 Jahren. Herzlich willkommen!

 

  Zum "Jahr der Orgel" besucht das rbb-Kulturradio die Amalien-Orgel:
Moderatorin Ulrike Jährling und KMD Beate Kruppke an der ältesten Berliner Orgel 

 

  Leipzig: Ein neuer Bach-Wald entsteht – und die Amalien-Orgel ist dabei

Das Internationale Bachfest Leipzig hat ein ehrgeiziges Projekt gestartet: "Ein Wald für Johann-Sebastian Bach". Am Ufer des Störmthaler Sees, einem ehemaligen Braunkohlegebiet, entsteht zur Wiederaufforstung ein Mischwald, der nach Johann Sebastian Bach benannt wird. Das Bachfest will damit seine CO 2-Bilanz verbessern. Zur Finanzierung lädt es Sponsoren ein. Pro Baum sollen 3 Euro gespendet werden.

Der Förderkreis Amalien-Orgel e.V. beteiligt sich an diesem musikalisch-ökologischen Gesamtkunstwerk. Für jedes Vereinsmitglied wird ein Baum gepflanzt. Das Mindestziel des Crowdfundings wurde inzwischen erreicht. Die Amalien-Orgel ist jetzt auf der Homepage mit Foto präsent unter dem Reiter "Unterstützer/in" https://www.leipziger-crowd.de/bachwald. Umfangreiche Informationen bietet auch die Seite https://www.bachfestleipzig.de/de/bachfest/ein-wald-f-r-bach.

Der Störmthaler See nach Westen gesehen. Im Bild oben links das Kraftwerk Lippendorf, Mitte die Magdeborner Halbinsel und rechts die Deponie Cröbern, Fotograf: Martin Geisler

 

Als Dankeschön erhält der Förderkreis Amalien-Orgel e.V. das Faksimile des Stammbaums der Familie Bach. Dieses kann z.B. bei den zahlreichen Orgelführungen an der Amalien-Orgel präsentiert werden. Die vielfältige Verbindung der Orgel zum Namen Bach, die von den zahlreichen Interpretationen von Werken der Bach-Familie bis zur wichtigen Rolle von Carl Philipp Emmanuel Bach bei der Entstehung der Orgel reicht, wird so besonders betont.

Zu dem Dorf Störmthal hatte Johann Sebastian Bach übrigens einen persönlichen Bezug. Kurz nachdem er sein Amt als Kantor der Thomaskirche in Leipzig angetreten hatte, prüfte er in der Störmthaler Kirche die von Zacharias Hildebrandt erbaute Orgel und war sehr angetan von ihr. Zu ihrer Einweihung wurde seine Kantate "Hocherwünschtes Freudenfest", BWV 194, erstmals aufgeführt. Das Instrument gilt heute als eine der wenigen im Originalzustand erhaltenen Bach-Orgeln – und ist damit so etwas wie eine nahe Verwandte unserer Orgel.

 

  Die Amalien-Orgel in der Kirche "Zur frohen Botschaft"

In der evangelischen Kirche „Zur frohen Botschaft“ in Berlin-Karlshorst befindet sich ein klingendes Juwel des preußischen Kulturerbes: Es ist die 1755 für Anna Amalia, Prinzessin von Preußen, gebaute Hausorgel. Ursprünglich für das Balkonzimmer im Berliner Stadtschloss aufgestellt, hat dieses Instrument eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Wir können uns glücklich schätzen, diese in Berlin einzigartige, in fast allen Teilen original erhaltene Orgel hören und erleben zu dürfen.

Amalien-Orgel, Berlin

Die Paul-Gerhardt-Gemeinde und der Förderkreis Amalien-Orgel e.V. bieten Ihnen mit dieser Homepage die Möglichkeit, mehr über die Geschichte und über die Menschen an und um diese Orgel zu erfahren, aber auch über unsere Bemühungen um ihren Erhalt und das aktuelle Programm sich zu informieren.

Wir hoffen, mit dieser Homepage Ihr Interesse für die Amalien-Orgel zu wecken und Sie bald zu einem Konzert in Berlin-Karlshorst, Weseler Straße 6, begrüßen zu können.


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